[REVIEW] Conversational User Interfaces (CUIs) und intelligente Bots mit Robin Sedlaczek


Der Vortrag

Am 12. Januar 2017 startete Robin Sedlaczek unser Jahr 2017 in der .NET User Group Berlin-Brandenburg. Sein Thema: Conversational UIs und das Microsoft Bot Framework. Robin führte uns dabei über die Geschichte der Benutzerschnittstelle – von 1890 bis ins das heutige Zeitalter. Dabei stellt er uns vor die Frage, ob graphische Benutzeroberflächen noch zeitgemäß seien.

Nicht nur, dass wir den Kontext verlieren, wenn wir z.B. bei einer Online-Bestellung zwischen den Webseiten von Amazon, Paypal und DHL hin under her springen, oder uns immer wieder neu orientieren müssen, wenn wir ständig die Desktopanwendung wechseln müssen, nur um z.B. aus einer Email einen Termin in unseren Kalender zu übernehmen. Nein, ganzen Benutzergruppen bleibt der Zugang zu Computersystemen und Software versperrt. Stellen wir uns nur einmal körperlich beeinträchtigte Menschen vor. Z.B. Menschen mit einer Sehbehinderung. Barrierefreiheit? Wer von uns kann schon behaupten, dass unsere Systeme, die wir tagtäglich entwickeln, barriere frei sind? Wohl die wenigsten.

Zudem gibt es Anwendungsbereiche für Software, in denen graphische Oberfläche eher umständlich sind oder gar Probleme bereiten. Stellen wir uns nur einmal das Arbeiten in gefährlichen Umgebungen vor, unter Wasser oder in Einsatzgebieten, in denen man keine Hand frei hat (die diese zur Verrichtung handwerklicher Tätigkeiten benötigt werden). Einen Display immer im Sichtbereich zu haben wir dort zunehmend schwieriger. In derartigen Bereichen kommen dann z.B. Hilfsmittel wie augmented Reality zu Einsatz, z.B. mit der Microsoft HoloLense. Brillen ersetzen den Display. Dennoch, auch dieser Geräte müssen gesteuert werden. Aber wie, wenn keine Hand frei ist?

Bots auf allen Kanälen

Bots auf allen Kanälen

Nachdem Robin einige Probleme mit heutigen graphischen Benutzerschnittstellen thematisiert hat, zeigte er eine denkbare Lösung auf. Conversation UIs. Conversational User Interfaces beschreiben die Mensch-Maschine-Interaktion auf eine ganz natürliche Art und Weise: per Konversation. Ob textuell oder per Spracherkennung und Sprachsynthese – beides stellt technisch kein Problem mehr da. Dies bewies Robin uns an einem realen Beispiel mit dem Microsoft Bot Framework.

Er zeigt uns, wie einfach es ist, einen Bot zu entwickeln, und diesen in der Microsoft Azure Cloud zu betreiben. Dabei spielte es keine Rolle, auf welchem Kanal mit dem Bot kommuniziert wird: ob Facebook, Skype, Email oder Slack, Kanäle lassen sich mit dem Microsoft Bot Framework auf einfach Art und Weise per Webinterface konfigurieren und für den eigenen Bot freischalten.

Das Herz des Microsoft Bot Frameworks

Das Herz des Microsoft Bot Frameworks

Es ging zudem auch um die technischen Hintergründe. Also welche Aufgaben ein Bot erledigt, wo dieser zu Hause sein kann (ob in dem eigenen Serverraum, Rechenzentrum oder in der Cloud) und welche Aufgaben der Microsoft Bot Connector für uns übernimmt.

Auch die Microsoft Cognitive Services kamen zum Einsatz. Mit diesen haben wir in de Live-Demo versucht, unseren Bot intelligent zu machen. LUIS – der Language Understanding Intelligent Service – kam zum Einsatz, um dem Bot die natürliche, menschliche Sprache beizubringen. Alles Hands-On mit praktischen Beispielen und somit dem Beweis, dass es tatsächlich funktioniert!

Material

Die von Robin gezeigte Demo-Anwendung mit dem Microsoft Bot Framework und den Microsoft Cognitive Services findet Ihr auf GitHub. Die Folien von Robins Vortrag findet Ihr auf Slideshare oder eingebettet in diesen Blog-Beitrag:


Alle Materialien findet Ihr wie immer auch in unserer Materialsammlung unter Events\Materialien! Zu den Bildern geht es hier entlang.

Euer Feedback

Euer Feedback ist uns immer herzlich willkommen! Darum zögert nicht, Eure Meinung mitzuteilen! Gerne in den Kommentaren zu diesem Beitrag, in den Kommentaren zum Event selbst, per Twitter oder Email.

Bis bald!

Die .NET User Group Berlin-Brandenburg und seine Teilnehmer bedanken sich bei Robin für seinen wirklich sehr interessanten und umfangreichen Vortrag. Bei den Teilnehmern bedanken wir uns für die Ausdauer, die Ihr an diesem Tag mitgebracht habt. Bis um 11:30 Uhr – Respekt Leute! Und ein ganz großes Dankeschön! Auf ein Baldiges!

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